ÜBER MICH

Die größte Sache der Welt ist, zu verstehen, was man selbst ist. (Michel de Montaigne)

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Ich bin Jahrgang 1967. Anfang 2000 hielt ich das erste Mal eine eigene (digitale) Kamera in den Händen, ich hatte auch nie zuvor mit der Fotografie zu tun. Damals hätte ich nie gedacht, dass mich die Fotografie so sehr in ihren Bann ziehen würde, heute kann ich nicht mehr ohne. Ich habe kein festes Thema, ich halte eigentlich fast alles mit meiner Kamera fest, Portraits, (kleinste) Tiere, Natur und Landschaft… Die Fotografie bedeutet für mich nicht nur, besondere Momente festzuhalten, sondern auch achtsam, zu sein. Auch bin ich kein totaler Technikfreak, sicherlich, ich weiß, was ich wie an meiner Kamera einstellen muss um ein entsprechendes Foto zu gestalten. Anfang 2010 hat mich ein Freund in das analoge „Zeitalter zurückgeführt“. Nach einer Mittelformatkamera (6×6) kam nach einiger Zeit auch eine Großformatkamera (10×12) dazu. Durch die analoge Technik hat sich mein Blickwinkel auf die Fotografie noch mal etwas verändert, da gilt es schon noch mehr zu schauen, ob ich ein entsprechendes Motiv jetzt so mit allen von mir gewählten Einstellungen tatsächlich fotografieren mag. Bei meinen 2 Modellen gilt es alles manuell einzustellen, egal, ob Blende, Zeit, Schärfe oder die Belichtungsmessung, Film und Entwicklung kosten natürlich auch und werden bei mir nicht mal eben aus der Portokasse bezahlt. Dennoch ist diese Art der Fotografie sehr spannend, das ist dann eben „echtes Handwerk“.

Die Mittelformatkamera Pentagon Six TL

Das war meine erste Analogkamera. Sie hat eine Filmgröße von 6×6 cm, mit dem dazu entsprechendem Film (120-er Rollfilm) lassen sich 12 Fotos machen. Mit dieser Kamera stelle ich alles manuell ein, Schärfe, Blende, Zeit und auch die Belichtungsmessung erfolgt mit einem extra Belichtungsmesser. Das Motiv sieht man, indem man von oben in den aufgesetzten Lichtschacht schaut. Jedesmal, wenn ich ein Motiv dadurch betrachte, es schaut so geil aus, irgendwie anders als bei einer Digitalkamera, alleine das ist schon ein Erlebnis. Ist erst mal alles eingestellt, um ein Motiv auf Film zu verbannen, dann…ja dann ist es auch immer ein Genuss auf den Auslöser zu drücken, der Spiegel klappt hoch … dann macht es laut „KLACK“, allein dieses Geräusch zu hören ist irgendwie etwas Besonders.

Die GroßformatKamera Shen-Hao 4X5 TZ45-IIB

Das war meine erste Großformatkamera. Als Film kommt dazu ein sogenannter Planfilm mit einer Größe von 10×12 cm zum Einsatz. Eine  Kassette wird dazu mit maximal 2 Planfilmen bestückt (pro Seite – also Vorder- und Rückseite – 1 Planfilm). Somit kann ich mit einer beidseitig gefüllten Kassette 2 Fotos belichten. Auch bei dieser Kamera wird alles manuell eingestellt, Schärfe, Blende, Zeit und auch die Belichtungsmessung erfolgt mit einem extra Belichtungsmesser. Das Motiv sieht man, indem man von hinten (die dem Objektiv gegenüberliegende Seite) durch eine Glasscheibe schaut, auf der das Motiv durch das Objektiv projiziert wird. Dazu wirft man ein dunkles Tuch über sich und die Kamera, so kann man das Motiv sehr gut auf der Glasscheibe erkennen. Auch hier ist der Blick auf das Motiv ein völlig anderer als bei einer Digitalkamera und immer wieder ein Erlebnis. Da es in dieser Kamera keinen Spiegel gibt, ist das Geräusch beim Belichten auch sehr minimal.

Warum analog?

Aber warum sollte jemand im 21. Jahrhundert denn noch analog fotografieren? Die Digitalkameras machen doch viel bessere Bilder, da kann ich mir doch sofort das Bild auf dem Display der Kamera anschauen, und sollte es nicht zu meiner Zufriedenheit sein, dann lösche ich das Foto auf der Speicherkarte und mache einfach ein Neues. Nun ja, es ist schon richtig, dass die Digitalfotografie einfacher ist und auch schneller zu einem sichtbaren Ergebnis führt, dennoch hat die analoge Fotografie ihren Reiz. Ich nehme mir dabei sehr viel mehr Zeit, was auch bei den beiden oben aufgeführten Kameras erforderlich ist. Irgendwie entschleunigt das auch, wenn ich denn die Ruhe und Zeit zum Fotografieren mitbringe. Ohne Stativ fotografiere ich zumindest bei der Großformatkamera niemals, dazu ist diese einfach zu groß und allein aus der Hand schlecht zu handhaben, also muss ich das Stativ aufbauen, die Kamera darauf schrauben, alles ausrichten, und das Motiv in Ruhe durch die Scheibe betrachten. Dabei lerne ich immer wieder, mich in Geduld zu üben, mir keinen Druck zu machen, dass ich jetzt möglichst schnell das Foto auf dem Film haben muss. Sind ein paar Fotos erst mal gemacht wird spannend. Wenn ich das selbst entwickelte Negativ zum Trocknen aufhänge, ist es so geworden, wie ich mir das vorstelle? Na ja, so richtig kann ich das dann noch nicht beurteilen, ist ja kein Positiv, also nach dem Trocknen gleich auf den Scanner damit und am Bildschirm anschauen, erst dann sehe ich wirklich wie das Foto geworden ist.